Der Künstler
Tom Müllers (*1953) ist gelernter Steinbildhauer und Steinmetz. 1984 studierte er Bildhauerei an der Werkkunstschule Flensburg. 1988 war er Dozent für Steinbild-hauerei an der Werkkunstschule Lübeck; 1991 war er Projektleiter eines Kunstförderprojekts.
Seit 1986 hat er an zahlreichen Ausstellungen, Land-Art-Projekten und Symposien teilgenommen (u.a. Landesschau Schleswig-Holstein; Große Kunstausstellung Düsseldorf; „Nord-Art“ Büdelsdorf; “Skulptur in Bissee“; „Kunstpfade“ Kreis Rendsburg). Heute hat er sein Atelier in Rendsburg, wo er zusammen mit seiner Frau auch eine Galerie betreibt.Müllers bevorzugt für seine bildhauerischen Arbeiten Gneis, ein schwer zu bearbeitendes Gestein, ein sogenannter Metamorphit, entstanden aus magmatischem Ausgangsgestein.
Seine Skulpturen bleiben stets grob behauen, man sieht ihnen den Entstehungsprozess an, in dem sich der Künstler respektvoll diesem spröden Material annähert. Es sind archaische Formen, die er schafft. Mit jedem Schlag begibt er sich auf eine Zeitreise zurück zur Entstehungszeit seines Materials:
„Der Stein, Bestandteil der Erde, der Erdkruste, in Jahrmillionen entstanden, erst tief in der Erde lebendig, pulsierendes, fließendes Magma, dann emporkommend, erkaltend, erstarrend.“ [Tom Müllers]
Bisweilen kombiniert er die Gneis-Skulpturen mit Holz, jenem Material, das ungeschützt den Elementen kaum widerstehen kann und doch ein Material ist, das wie kaum ein anderes, als ein Symbol des Lebens gelten kann. In dieser Vereinigung, wie es auch in den „7 Flaggen“ geschieht, werden Müllers Arbeiten gleichermaßen zum Sinnbild für Vergänglichkeit und Ewigkeit.
Die Skulpturengruppe „7 Flaggen“ lebt aber auch aus dem Kontrast zwischen der scheinbaren Leichtigkeit der im Winde flatternden Flaggen und der tatsächlichen Schwere des Materials.
Drei seiner großformatigen Arbeiten gruppieren sich rund um die “Nordstrander Töpferei“. Sie können hier besichtigt werden, um sich einen Eindruck von den Arbeiten von Tom Müllers zu verschaffen.